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Arno Breker

Der deutsche Bildhauer und Architekt Arno Breker wurde 1900 in Elberfeld geboren und starb 1991 in Düsseldorf. Er schuf zahlreiche Werke im Auftrag des NS-Regimes und ist deshalb bis heute umstritten.

Breker studierte an der Düsseldorfer Kunstakademie und schloss sein Studium dort 1925 ab. 1926 schuf er die monumentale Skulptur “Aurora” aus Muschelkalk. Brekers Begabung zur Bildhauerei im Kontext mit zeitgenössischer Architektur kam hier bereits zum Ausdruck. 1927 zog Breker nach Paris und wurde dort von maßgeblichen Künstlern stark beeinflusst. Er entwickelte ein Gussverfahren, welches die Schaffung von Skulpturen ohne Unebenheiten an der Oberfläche ermöglichte. 1933 hielt sich Breker in Italien auf, um sich dort von Arbeiten aus der Antike und der Renaissance inspirieren zu lassen.

1934 kehrte Breker nach Deutschland zurück und wurde von den Nationalsozialisten zunächst als zu frankophil eingestuft. Aber schon 1935 erhielt er öffentliche Aufträge, wie die Hoheitszeichen am Finanzministerium und die Skulptur “Der Flieger” für die Dresdner Luftkriegsschule. 1936 begann dann sein kometenhafter Aufstieg zum bekanntesten Bildhauer im Dritten Reich. Die Nationalsozialisten sahen in Brekers Plastiken ihre rassischen Ideale treffend dargestellt, so dass seine Arbeiten richtungsweisend wurden. Nachdem Breker 1937 der NSDAP beigetreten war, erhielt er den Auftrag zu den monumentalen Plastiken “Partei” und “Wehrmacht” für den Ehrenhof der von Albert Speer geplanten Neuen Reichskanzlei. 1940, nach dem Sieg über Frankreich, besuchte Breker gemeinsam mit Hitler und Speer das deutsch besetzte Paris.

1948 wurde Breker im Entnazifizierungsverfahren als Mitläufer eingestuft, da er sich für einige, vom NS-Regime verfolgte, Künstler eingesetzt hatte. Breker erhielt nach dem Krieg zahlreiche private Aufträge und konnte seine künstlerische Tätigkeit bis in die 1980er Jahre ausüben.