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Lorenzo Ghiberti

Der bei seinem Vater, einem Goldschmied in die Lehre gegangene Lorenzo Ghiberti lebte von 1878 bis zum 01. Dezember 1455 in Florenz und war italienischer Bildhauer, Goldschmied, Erzgießer und Kunsttheoretiker. Neben der Lehre zum Goldschmied lernte er die Malerei. Seine Werke stehen für Ausgeglichenheit und Harmonie und bilden die Verbindung zwischen Gotik und den Werten der Renaissance. Gerade diese besondere Harmonie und Ruhe in seinen Werken war stilprägend für die Epoche der Hochrenaissance. Als sein berühmtestes Werk gilt die von Michelangelo als Paradiesestür bezeichnete Bronzetür am Baptistenturm der Kathedrale von Florenz, seine Heimatstadt. Lorenzo Ghiberti schuf im Jahr 1414 Skulpturen für Nischen des Gotteshauses Orsanmichele, und zwar Bronzestatuen von Johannes dem Täufer sowie von 1419 bis 1422 des Matthäus und des heiligen Stephanus. Um nur einige Beispiele seiner Schaffenskraft zu nennen. Als gesichert gilt, dass Lorenzo Ghiberti im Jahr 1400 vor der Pest nach Rimini floh. Hier arbeitete er für Pandolfo Malatesta.

Kurz davor, nämlich im Jahr 1420 wurde er zweiter Dombaumeister in Florenz. Schon kurz nach Vollendung der ersten Bronzetür wurde er mit der Erstellung einer zweiten Bronzetür beauftragt, die er jedoch zu Lebzeiten nicht mehr vollbrachte. Sein Sohn Vittorio führte die Arbeit für ihn zu Ende. Diese Bronzetür wurde von Michelangelo mit der Tür zum Paradies verglichen, von daher rührt auch der Name Paradiesestür.

Auch als Schriftsteller war der vielseitig beschlagene Lorenzo Ghiberti tätig. Er schrieb zum Ende seines Lebensabschnitts das Buch “I Commentari”, welches kunsthistorische Gedanken und Ideen zur Betrachtung der Kunstszene Italiens im 14. Jahrhunderts enthielt.